Was das ist — und was es bewusst nicht tut
Weather Receipt macht aus den öffentlichen Messwerten des nationalen Wetterdienstes einen datierten Auszug für eine Adresse, mit dem Weg zurück zur Quelle im Dokument selbst.
Warum es das gibt
Wenn ein Sturm Ziegel vom Dach holt, will die Versicherung belegt haben, dass der Wind die Stärke erreicht hat, die der Vertrag nennt. Dieser Beleg existiert längst — in einem öffentlichen Archiv, herausgegeben vom nationalen Wetterdienst, frei lesbar. Nur liegt er in tausenden Stationsdateien mit fester Spaltenbreite, in UTC gestempelt, und ein fehlender Wert steht dort als -999.
Dieses Archiv zu lesen war einmal der Nachmittag eines Meteorologen. Heute ist es eine Abfrage. Der Preis sollte dem folgen — und die Begründung gehört auf die Seite, nicht in den Vorteil des Verkäufers.
Die Regeln, an die wir uns halten
Jeder Wert nennt die Station, die ihn erzeugt hat, die Entfernung zur Adresse, den Datensatz und die Archivdatei, aus der er stammt. Nichts wird aus einer Nachbarstunde übernommen, und eine fehlende Messung steht als fehlend — nicht als null.
Genau ein Wert im Auszug ist berechnet statt gemessen — die Interpolation auf die Adresse — und er ist überall als berechnet gekennzeichnet.
Liegt die nächste Station, die Böen tatsächlich aufzeichnet, weiter als 25 km entfernt, verkaufen wir für diese Adresse keinen Auszug. Bundesweit sind es im Median 11,6 km, bei etwa jedem vierzehnten Haushalt jedoch über 25 km — und daran ändert keine Formulierung etwas.
Was es nicht ist
Es ist kein Gutachten und keine Bescheinigung. Niemand besichtigt den Schaden, liest den Vertrag oder bildet sich eine Meinung zum Anspruch. Das Dokument ist ein Datenauszug mit angehängten Quellen — und sagt das auf seiner letzten Seite selbst.
Es ist keine Rechtsberatung. Wo der Auszug einen Schwellenwert aus verbreiteten Versicherungsbedingungen zitiert, zitiert er ihn als das, was dort steht — nie als Aussage über einen bestimmten Vertrag.